Warum soll die B61 nicht ausgebaut werden?

Liebe Mitbürger und Mitstreiter,

diese Frage kann auf verschiedenen Ebenen beantwortet werden.

 

Als Gütersloher:

Als Gütersloher können wir sehen, dass unser Lebensraum 

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zu Gunsten von Pendlern, die durch unsere Stadt fahren, umgebaut wird. Zu Gunsten eines Teil der Bevölkerung schränken wir unser aller Lebensqualität ein, die wir brauchen um Gesund und Sicher in Gütersloh leben zu können.

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Geld-Politik:

Ein anderes Argument ist, dass wir unser Steuergeld nur

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einmal ausgeben können. Jahrelang wurde in den Straßenbau investiert. Dadurch haben wir ein sehr gut ausgebautes Straßennetz. Für eine Verkehrswende steht aber kein Geld zu Verfügung. Um unsere Klimaziele zu erreichen, muss zunächst eine Alternative zum Individualverkehr geschaffen werden. Nur mit einem gut ausgebauten öffentlichen Personenverkehr, kann Berufstätigen und Reisenden eine Alternative zum PKW ermöglicht werden. Die Reihenfolge der Maßnahmen ist wichtig, denn nur so kann der ÖPNV auch eine Akzeptanz in der Mehrheit der Bürger finden.

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Verkehrs-Entwicklung:

Der Verkehrssektor hängt bei unseren Klimazielen weit

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hinterher. Verkehrsexperten sagen, dass die Hälfte unseres Individualverkehrs von der Straße muss. Das schaffen wir nicht, in dem wir uns nun alle "umweltfreundliche" E-Autos kaufen, die uns die Automobilindustrie gerne verkaufen wird. Wichtig ist ein Umdenken bei der Nutzung unserer Autos. Welche Fahrten mit dem Auto sind wirklich notwendig? Wenn wir unsere Autofahrten auf das Notwendigste beschränken, schaffen wir auf unseren Straßen Platz für den wirklich notwendigen Verkehr.

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Der eigenen Blick auf den Verkehr:

(Ingold) Neulich bin ich mit dem Auto zwischen den

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Stoßzeiten nach Düsseldorf gefahren. Ich habe trotzdem ewig gebraucht und laufend in einem Stau gestanden. LKWs haben sich im Stau viele Kilometer hintereinander aufgereiht. Unsere Straßen sind so überlastet, dass wir das Problem nicht mit einem weiterem Ausbau unseres Straßennetzes lösen können. Die einzige Chance ist den Verkehr nachhaltig durch den Schienenverkehr zu entlasten. Dafür müssen schnellstens Lösungen geschaffen werden.

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Politische Altlast:

Wir bauen immer größere Straßen, um die zu vielen Autos

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zu verwalten, die durch eine jahrzehntelange absolut einseitige und falsche Politik entstanden sind. Das eigentliche Problem (schlechter ÖPNV) haben wir schon lange erkannt, aber anstatt an der Lösung zu arbeiten und so die Ursachen des Verkehrsinfarktes zu bekämpfen, stecken wir lieber UNSUMMEN in die Verschlimmbesserung der Symptome und schaffen Platz für noch mehr Autos. Die Ursachen des Problems stellen wir aber nicht ab. Dafür verschwenden wir riesige Geldsummen, zerstören wertvollen Lebensraum und belasten das Klima noch weiter.

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Gerecht zu allen Bürgern:

Unbestritten, wir werden auch in Zukunft den

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Individualverkehr brauchen. Nicht jeder hat die Möglichkeit eine Alternative für sich zu finden. Eine gerechte Bepreisung der Kosten ist aber dennoch wichtig. Es kann nicht sein, dass der Autoverkehr im großem Maße subventioniert wird und der Schaden der durch das Autofahren entsteht auf alle Bürger umgelegt wird. Dort muss das Verursacherprinzip gelten. Das gilt für den Flächenverbrauch und die Umweltschäden. Denn das gehört allen Bürgern.

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Politischer Klimaschutz:

Wie schon erwähnt ist der Ausbau des ÖPNV eine

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Kernforderung zu einem effektiven Klimaschutzkonzept. Unser Bundesregierung hat noch nicht entsprechend gehandelt. Es gibt jetzt halbjährig Auto-Gipfel, doch ich vermisse die regelmäßigen wichtigeren ÖPNV-Gipfel. Diese Aufgaben können wir nicht lokal beeinflussen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Politik darauf hinweisen. Die Vorstellung, dass öffentlicher Verkehr ein Bürgergut werden könnte, muss die Bürger und die Politik beflügeln. Also vergesst nicht unser Politiker daran zu erinnern.

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Wir sind die Gemeinschaft gegen den Ausbau der B61